Ehem. Abteikirche St. Michael, 5 Skulpturen und das Doppelwappen am Westwerk | Bamberg
 
ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT
 
 

Ehem. Abteikirche St. Michael

5 Skulpturen und das Doppelwappen am Westwerk
2024-2025

 

Die Klosterkirche St. Michael auf dem Michelsberg prägt als weithin sichtbarer Bestandteil der Bamberger Silhouette das Stadtbild und vereint in ihrer heutigen Gestalt Bauphasen vom Hochmittelalter bis in die Barockzeit. Während der Kernbau auf eine romanische Klosteranlage zurückgeht, wird die äußere Erscheinung heute maßgeblich durch die barocke Umgestaltung des 17. und frühen 18. Jahrhunderts – u.a. nach Plänen von Johann Leonhard Dientzenhofer – bestimmt. 

Die nach Westen orientierte Hauptfassade ist repräsentativ gestaltet und bildet dementsprechend den architektonisch inszenierten Zugang zur Kirche. Besondere Bedeutung kommt dem integrierten Figurenprogramm zu, das in hierarchischer Anordnung entwickelt ist. Im Bereich des Portals sind zentrale Stifterfiguren positioniert, die auf die historische und politische Verankerung des Klosters verweisen sowie – als heraldisches Element – das Doppelwappen. Darüber folgen Darstellungen geistlicher Autoritäten und ordensbezogener Heiliger (Kaiserpaar Kunigunde und Heinrich, Hl. Otto, Hl. Benedikt und Strahlenkranzmadonna)  wodurch eine ikonographische Steigerung vom weltlichen zum spirituellen Bezug hergestellt wird.

Seit der bauzustandsbedingten Schließung im Jahr 2012 befindet sich die Anlage unter umfassender Generalsanierung – die Wiedereröffnung der Kirche wird am 25. April 2026 mit einem Festakt begangen.

 

Im Zuge der Generalsanierung wurde die Firma Monolith mit der Konservierung und Restaurierung der oben genannten Skulpturen und des Doppelwappens betraut. Im Vordergrund der Arbeiten stand nicht nur die Erfassung des Ist-Zustandes, eine Reinigung oder das Ertüchtigen von Altergänzungen – wichtig war vor allem auch die Verbesserung des Wasserablaufes, um Staunässe und daraus resultierende Materialschäden in Zukunft zu vermeiden. Bei dem Versetzen von zwei Figuren (Hl Otto und Hl. Benedikt) aus ihrer jeweiligen Nische auf eine Gerüstlage gingen im Vorfeld der Arbeiten bereits die beiden Sockel verloren, welche durch die Firma als Neuteile gestaltet und inklusive beider Figuren neu versetzt worden sind. Die Skulptur des Hl. Benedikt erhielt zudem eine neue rechte Hand als Vierung. Daneben wurden noch zahlreiche weitere Maßnahmen zum Erhalt der Objekte ergriffen, die in einer Dokumentation festgehalten worden sind.

 

Maßnahmen
  • Rückbau Schutzmaßnahmen
  • Fotografische Erfassung
  • Schadenskartierung mit metigo MAP
  • Partikelstrahlreinigung und temporäre Einhausung
  • Ertüchtigung von Altergänzungen
  • Sicherung von Rissen und Schalen
  • Anfertigung von Neuteilen (Sockel)
  • Bildhauerische Ergänzung (Vierung)
  • Rückversetzen zweier überlebensgroßer Skulpturen
  • Neuverfugen und Bleivergießen
  • Fehlstellenbearbeitung
  • Retusche und Vergoldung
  • Anbringen eines Mörtelkeils zur Verbesserung des Wasserablaufs
Download im PDF-Format
Ort
Bamberg
Datierung
17. - 18. Jahrhundert
Auftraggeber
Stadt Bamberg Immobilienmanagement / Hochbau
Architekt
Fachbauleitung
Denkmalpflegerische Betreuung
Bearbeitungszeitraum
2024-2025
Material
Sandstein
 

LAGE/ANFAHRT

MONOLITH BILDHAUEREI UND STEINRESTAURIERUNG GmbH

Kaulbachstr. 29
90408 Nürnberg
Mobil: (0172) 9713150
Waizendorfer Straße 11
96049 Bamberg
Tel.: (0951) 51087
Fax: (0951) 55538
info@Monolith-Steinrestaurierung.de
design by e. doer |  | powered by sapnagroup