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Kath. Schlosskirche

Fassade
2018-2019

Die Kath. Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt (ehemals Schlosskirche) wurde nach dem Schlossbrand Mitte des 18. Jhs., nach Plänen von Joseph Saint-Pierres errichtet.  Die wenig schmuckvolle Ausgestaltung der Außenhaut ist vor dem Hintergrund zu betrachten, dass der Bau  unter Auflagen entstand wie z.B. dass das Gebäude zur Straße hin nicht als Kirche zu erkennen sein sollte. 

Diese Fassade (Osten) des barocken Baus von 1753/56 ist durch eine klare Gliederung der Rundbogenfenster geprägt. Die plastische und figurale Bauzier des Baukörpers konzentriert sich auf die Ausgestaltung des Portals im Westen. Der Eingangsrisalit besteht aus zwei Doppelsäulen, die je einen monumentalen grob scharrierten Steinquader tragen und so das Portal umrahmen. Oberhalb des Segmentgiebels über der Tür befindet sich ein Kreuz im Strahlenkranz direkt über dem Eingang ein Cherubkopf.
 
Die Fassade war durch typische Schadbilder von bewittertem Sandstein geprägt, darunter gaben foldgende Anlass zur Behandlung und den Maßnahmen:
- Schmutzauflagen, biogener Bewuchs 
- dunkle Krusten
- Entfestigte Sandsteinbereiche
- Ausbrüche und Abbrüche
- Risse und oberflächenparallele Gefügeablösungen
- verkippte bzw. verschobene Gewändeseitenteile und Fassadenplatten
- Defekte Altergänzungen 
- Defekte Fugen
- korrodierte Metallteile

Maßnahmen

Die durchgeführten Maßnahmen wurden im Vorfeld und während der Ausführung in einer Maßnahmenkartierung dokumentiert. Vor Beginn der jeweiligen Maßnahme erfolgte das Anlegen von repräsentativen Musterflächen zur qualitativen Feinabstimmung des Restaurierungszieles, mit folgenden Inhalten:  

  • Ergänzen und Erneuern von Altergänzungen
  • Fugensanierung, Festigung und Verschlämmung mit unterschiedlichen Mörteln
  • Fugenaustausch mit unterschiedlichen Mörteln
  • Retusche verbleibender Altergänzungen und Fugenmörtel
  • steinmetzmäßige Bearbeitung von sägerauen eingebauten Neuteilen mittels  - Partikelstrahlverfahren
  • Partikelstrahlreinigung in unterschiedlicher Reinigungsintensität
  • Ergänzungen an Girlande und Voluten am Säulenkapitell

Das Ergebnis wurde im Rahmen von Ortsterminen vorgestellt und diskutiert. Gemeinsam mit Vertretern von Auftraggeber und Projektierungsbüro wurden etwaige erforderliche Veränderungen in der Ausführung vorab und im Laufe der Maßnahme besprochen und abgestimmt.

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Ort
Bayreuth
Datierung
Mitte 18. Jh., 1753-56
Auftraggeber
Staatliches Bauamt Bayreuth
Architekt
Fachbauleitung
CNP - Coburger Naturstein Projektierung
Denkmalpflegerische Betreuung
Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Bearbeitungszeitraum
2018-2019
Material
Sandsteine
 

LAGE/ANFAHRT

MONOLITH BILDHAUEREI UND STEINRESTAURIERUNG GmbH

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